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Willkommen auf der Internetseite der virtuellen Serie "Innocent".
Tyler Carrendoor ist ein fast normaler Anwalt, wäre da nicht die kriegerische Bestimmung und die Dämonen.

18 | Dreamcatcher

Reviews von

 Samra | Kevin

 

Samra

Review
geschrieben von Samra
Zu den Folgen – 18. Dreamcatcher

Wer träumt nicht manches Mal einen Traum, aus dem es kein Erwachen gibt? Wer denkt nicht manches Mal darüber nach, was der Tod eines Menschen darin bedeutet, das ewige Rennen oder ein großer Vogel? Es gibt nicht umsonst ganze Bücher darüber oder sogenannte Traumfänger, die uns die Alpträume fern halten sollen.
Nun ja, in einer richtigen Horrorgeschichte kann das Ding ja nicht funktionieren und somit muss auch in Innocent irgendjemand versagt haben. Schließlich befinden sich schließlich (fast) alle in einem Alptraum und so einfach daraus entkommen kann keiner. Da befand es schon göttlicher Hilfe, die zwar im Überfluss da ist, Tyler aber gleichzeitig auch allmählich verlässt. Das bekannte Spiel „Who will die?“, das sich in jedem Staffelfinale von Never forget… und vielen anderen richtigen Serien abspielt, erreicht nun auch Innocent und das sogar mit Ankündigung und später noch bildlichen Auflösung. Bevor ich aber zu den Verlusten komme, gehe ich noch kurz darauf ein, ausgerechnet diese Serie erwähnt zu haben. Der Grund dafür dürfte allen klar sein: Jonathan Avens.
Schon einmal vom Tod besessen kehrt in diese Position unfreiwillig zurück und versucht die Geschichte zu Ende zu bringen, natürlich unbewusst, da er gar nicht um sein Schicksal weiß. Deshalb gibt es auch keine lange Erklärung, sondern die Propheten legen gleich los und handeln so, wie sie es für richtig halten. Tyler wird in dieser Episode so oder so nicht gefragt. Er muss machen, was es zu machen gibt und die Suppe doch schließlich allein auslöffeln. Ja, nicht alle Götter können ihm so freundlich gegenüber treten wie die Schwestern es immer getan haben. Diese Vier liegen aber immer noch in ihrem Schlaf, beziehungsweise wird Klotho in dieser Folge in den Schlaf gezogen und wird dann aber erstaunlicherweise nicht vermisst. Die Episode ist gut geschrieben (wenn man von ein paar Formulierungen und kleinen sporadischen Denkfehlern mal absieht) und schnelllebig. So kurz vor dem Finale lässt Phat kein Durchatmen zu. Zudem tauchen an jeder Ecke neue Charaktere auf, die es auch noch zu würdigen gilt.

Da stellt sich die Frage, ob das alles nicht zu viel des Guten ist.
Aber nein. Phat verknüpft die Neuen geschickt mit bekannten Storylines und beliebten Charakteren, so dass es selten den Anschein macht, er hätte jemanden aus dem Hut gezaubert. Abgesehen von Dora. Ich meine, wo hat Phat die denn hergeholt? Hat jemand was von ihr geahnt? Wer spielt die überhaupt und wie gut kann diese Ehe schon sein?

Auch wenn ich kein gutes Bild von Dora bekommen konnte, hoffe ich doch, dass die Ehe noch zu kitten ist. Denn Trevor mit Carmen kann ich mir nicht vorstellen. Ich kann mir aber auch nicht Hope und Ian vorstellen und nun überlegt sie sich tagelang, was sie ihm zum Geburtstag schenken kann. Naja, man muss ja nicht jeden mögen, aber was man mögen MUSS ist, dass Hope endlich eingeweiht wird. Zumindest scheint es so, denn wie will sich Ava noch herausreden? Ich hoffe hierbei, dass das Thema nicht übergangen wird und wir die Szene in der nächsten Folge noch erleben können. Immerhin wurde es doch schon fällig, dass sie eingeweiht wird, wenn selbst Trevor schon Bescheid wusste.

Eine weitere kleine Szene, die mir sehr gut gefallen hat, war die mit Jason. Seine Szenen sind immer nur klein, doch seit der ersten Folge (ja, das ist lange her) denke ich, dass da noch etwas anderes in ihm steckt und ich möchte endlich wissen, ob ich da richtig liege. So und wenn wir dann schon bei Vermutungen angelangt sind – was ist mit Morpheus, glaubt nicht noch jemand, dass er ein falsches Spiel spielt?
Damit wären wir nun mitten in der Hauptstoryline der Folge. Carmen erfährt, dass sie eine noch lebende Mutter und eine Schwester hat (kennen wir bereits und Phat bringt mal wieder Altes und Neues zusammen) – schade hierbei ist wie ihre Geschichte abgehandelt wird. An den Stellen lässt der Schreibstil des Autors nach und bringt die Stimmung zum Einknicken, wenn über Efgenia gesprochen wird oder von Carmens Kindheit.
Danach geht es aber wieder aufwärts und mit den bekommenen Informationen und der hübschen – an Ghost Whisperer angelegten – Szene, die den Verbündeten ein Herzmedaillon brachte. Damit soll Carmens andere Seite und ihre Fähigkeiten frei gesetzt werden, was sie zu einem unersetzbaren Stück in Tylers Team macht. Doch hat der Autor das wirklich von Anfang an geplant? Bei Phat und Innocent ist das nie auszuschließen und deshalb sind wir ja so gefesselt, wenn es weiter geht. Doch mit einem solchen Handlungsbogen kann keiner gerechnet haben. Carmen ist ein Nachkömmling von Hypnos und damit verwandt mit Morpheus und seinem Bruder, für den Schlaf der Göttinnen verantwortlich ist. Doch ist er das wirklich? Eigentlich sind doch nur zwei durch ihn gestorben und dann hat es doch noch mehr getroffen? Und seltsamerweise weiß nur Morpheus davon, der es auf einen weiteren Bruder schiebt und seinen Vater damit stutzig macht? Oder meinte er Phobeter, oder wie er heißt, den er umgebracht hat? Da muss viel zwischen ihnen aufgestaut sein, wenn die ganze Familie sich hasst. Hat vielleicht Morpheus überall seine Finger im Spiel und wollte Tyler mit seiner Aufgabe ablenken? Schließlich hätte er Tyler gleich sagen können, was er von dem Krieger will und ihn nicht erst Stundenlang in seiner eigenen Traumwelt gefangen halten müssen, in der er immer wieder starb.
Hier stellt sich mir noch eine andere Frage. Wieso kann Tyler in seiner Traumwelt nach seinem Tod noch leben, während die Moiren tot sind? Und sollte sich Tyler diese Fragen nicht auch stellen oder wird er es einfach übersehen?

Es sind viele kleine Fragen, die sich in dieser Episode stellen und würde die Episode nur daraus bestehen, hätten alle Leser mit Kopfschmerzen zu tun. Doch geschickt hat der Autor kleine Szenen eingebaut, die den Familienalltag näher bringen sollen. Kleine Ruheinseln für Tyler und eine Minute Durchatmen für uns, ehe wir ins nächste Geschehen gescheucht werden. Immer in Sorge um die Zeit, da wir von dem Kampf auf dem Friedhof schon wissen. Eine unabänderliche Zukunft, die die Frage aufwirft, ob Tyler Geschehens jemals schon im Vorfeld lösen wird.
Aber das sind alles Fragen, die klein sind und so kurz vor dem Finale eher hinderlich erscheinen. Besser kommt da der Blick auf die ganze Episode, die uns alle deutlich nach vorne brachte. Das Team wurde zwar kleiner, die Aufgaben schwieriger, aber dafür wächst alles weiter zusammen, der große Kampf rückt näher und Thanatos wurde aufgehalten.
Moment, kann das stimmen? Gut, er wurde ausgetrieben, aber heißt das auch, dass er wirklich besiegt ist? Ich kann mir das absolut nicht vorstellen. Immerhin steht der große Kampf noch bevor und so einfach wird der Tod nicht aufgeben. Das wäre auch für Innocent und Phat viel zu oberflächlich und nicht im Erwartungshorizont, sondern deutlich darunter. Stattdessen deutet der Epilog daraufhin, dass alle Ultimate Se7en zurück kommen und Dafni die Gefährlichste von ihnen ist. Zu dritt konnte sie jedoch einmal besiegt worden, nur sind zwei davon in diesem Kampf bereits gefallen.
Wer steht dem Krieger also dann bis zum Ende bei?
Rachel und ihr Freund? Oder worum sind sie von Themis, Tychons Mutter, gebeten worden? Was sind die neuen Fragen, die noch unbeantwortet blieben und danach schreien, dass es einen neue Episode gibt.


Lieblingsszenen
1. Traumwelt
2. Thanatos
3. Themis Bitte

Ausblick
Ein Ausblick ist dieses Mal sehr schwer. Innocent hat bewiesen, dass niemals alles vorhersehbar ist; doch wenn ich mir an dieser Stelle etwas wünschen könnte, dann würde es um Hope gehen und ihre Art wie sie mit der Wahrheit umgeht.
Und dann ist natürlich die Frage, wann Dwight sich auch wieder vor die Tür wagen darf – ohne Angst um sein Leben natürlich und ohne, dass der Leser gleich sagt „Nie“.


FAZIT
Kurz vor dem Finale überzeugt der Autor mit einer durchdachten und spannend abwechslungsreichen Episode, auf deren Basis es weiter gehen kann und die Sprungbrett ist für das wirklich Große – hoffen wir nur, dass Phat jetzt keinen Bauchplatzer macht.


BEWERTUNG
18/20 Punkten


 

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Kevin

noch nicht bewertet


 

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