9 | The Ultimate Se7en

Was bisher geschah: „Was ist passiert?“ Der Schreck saß noch tief, aber Lachesis konnte ihr das nicht erklären, was passiert war. „Ich hörte die zerbrochenen Fensterscheiben. Als ich naschauen wollte, , überwältigte mich ein schwarzer Schatten und hauchte mich an. Danach verschwand dieser so urplötzlich wieder.“ Während die beiden sich unterhielten, tauchten auch die anderen Anwesenden in der Küche auf. Aufgeregt sah Klotho ihre Schwester an. „Kann mir jemand erklären, was gerade hier passiert?“ Lachesis griff nach einem Lappen und zuckte unwissend mit der Schulter. „Ich weiß es nicht, aber ich denke, dass unsere Tarnung aufgeflogen ist...
 

9.2. Achtung, Blutsauger

Zwei Tage zuvor : 22 Uhr

Lachesis musste sich nach ihrem merkwürdigen Angriff hinsetzen. Besorgt sah sie aus und die Angst in ihren Augen war kaum zu übersehen. „Wie sah der Dämon aus, der dich angegriffen hat?“ Schulterzuckend antwortete sie darauf, dass der Schatten schwarz war. Die Anwesenden grübelten nach, wer das sein könnte. Leider konnten sie keinen Dämon nennen, da sie so etwas noch nie gesehen hatten, geschweige wussten, dass es so etwas gibt.

In Carmens Wohnung

Kurz nachdem der schwarze Schatten bei den Moiren aufgekreuzt war, fand er auch den Weg zu Carmen, da er vom weiten eine seltsame Schwingung wahr nahm. Als er vor der schlafenden Polizisten stand, konnte er kaum glauben, was für gewaltige Auswirkungen seine Eingriffe und die Einflüsse der Harpyien auf diese junge Frau hatte. Als er damals mit Hilfe eines Warlocks die Zeit teilweise zurück drehte und somit Tylers Tod durch Medusa (2. Episode) verhindern konnte, veränderte er augenscheinlich die eigentliche Zukunft von Carmen.

Beide hatten kleine Erinnerungen an dieses Erlebnis behalten können, wodurch der schwarze Schatten eigentlich hätte stutzig werden sollen. So hatte Tyler noch vom Kampf gegen Medusa trotz der zurück gedrehten Zeit Verletzungen an seinen Armgelenken und Carmen, Carmen hatte etwas ganz anderes. Der Warlock hatte ihn reingelegt und dennoch wollte er nicht überreagieren, da er nach und nach die Vorteile in Carmens Veränderung sah. „Na dann wollen wir dich doch im Auge behalten.“ Nach diesen Worten hauchte er die Polizistin an und verschwand mit einem düsteren Lachen aus der Wohnung.

Bei den Moiren

Es klingelte an der Tür und Tyler und Ethan traten in das Wohnzimmer, wo sich alle aufhielten. Die Moiren und zwei fremde Gesichter. Fragend verzog der Anwalt sein Gesicht und warf erst der blonden Frau und dann dem Mann Blicke zu. „Wer sind diese zwei Personen?“ Daraufhin klopfte Atropos mehrere Male auf die freien Plätze auf dem Sofa neben ihr und wollte, dass Ethan und Tyler sich hinsetzten. „Das hier sind zwei weitere Krieger, Mason aus Staten Island und Ellen aus Bronx.“ Wieder blickte er zu den zweien. Es gab also tatsächlich andere Krieger. Doch anfreunden konnte er sich mit den beiden nicht, da Lachesis, die immer noch etwas verwirrt wegen ihres Angriffes war, sie fragte, weshalb sie gekommen waren.

Nun mischte sich Ethan ein, indem er wieder das Foto zeigte. Infolgedessen langte sich Mason an den Kopf. „Das hätte ich beinahe vergessen. Der Grund weshalb ich eigentlich gekommen bin ist, dass sich die ganzen Vampire nach Brooklyn verzogen haben. Bei dem letzten Kampf mit dem Vampir, teilte er mir mit, dass sich etwas gewaltig verändern wird und ich um mein erbärmliches Leben betteln werde, wenn er erst mal wieder erwacht. Nach meinen Recherchen zufolge gibt es viele Vampire, die unbeschreiblich stark sind, doch vor niemanden haben die Vampire mehr Respekt, als vor dem Vampirsbaron selbst – Alucard."

Die Moiren rissen daraufhin weit die Augen auf. Schnell griff Klotho nach dem dicken Buch, worin viele Dinge über Dämonen stand. „Die ultimativen Sieben bestehen aus dem Herrscher der Unterwelt und seine Gattin zusammen mit dem zukünftigen Dämonenkind, die schwarze Frau, als Gegenspielerin vom schwarzen Mann, der Urahn der Vampire Alucard, die erste Hexe Lilith und der Urvater von den Werwölfen Lykaon. Womöglich ziehen sich alle Vampire wegen Alucard zurück um seine Wiedergeburt zu krönen.

Nach dieser Information kratzte sich Mason an der Stirn. „Das heißt also, dass hier in Brooklyn der Vampirsbaron wiedergeboren wird. Wie kann man ihn aufspüren? Wie kann man ein Dämon finden, der noch nicht in Erscheinung getreten ist?“ Fragend sahen sich die Moiren an und zuckten unwissend die Schulter. Doch nicht nur das beunruhigte die Göttinen. Interessant wäre es auch zu wissen, weshalb die Vampire die ganzen Blutreserven stahlen.

Um der Sache auf den Grund zu gehen schlug Ellen vor, die Vampire auf frischer Tat zu tappen. Voller Stolz klopfte Tyler seinem besten Freund auf die Schulter. „Zum Glück arbeitet Ethan bei der Polizei und kann uns sicherlich sagen, wo die Blutreserven noch nicht entwendet wurden, oder?“ Etwas zögerlich nickte der Polizist und meinte, dass er sich erst einmal schlau machen musste und deshalb kurz telefonieren müsste. In der Zwischenzeit wurde Tyler belehrt, wie man gegen Vampire ankämpfte. So musste er erst mal die verschiedenen Arten von Vampire unterscheiden, doch da das Spektrum zu groß war, beschränkten sie sich auf die drei wesentlichen Arten vom Vampiren. Demnach gab es die Vampirgeister, die über schlafende Menschen herfallen und deren Blut trinken.

Eine andere Art besagt, dass es Vampire gab, die zusätzlich zum Blut auch menschliche Organe essen (Gillos, siehe auch 4. Episode). Doch die weitverbreitetste sind die, die in Rudel waren. Also Vampire, die aus Filmen oder Serien bekannt sind. Solche, die nachts hinter Ecken auf die Menschen lauerten und sie dann überfallen und aussaugen. Diese ziehen es auch in Erwägung, Menschen zu wandeln, um ihr Rudel zu vergrößern und stärker zu machen.

Nach der umfangreichen Beschreibung fragte Tyler wie er nun die Vampire ausschalten konnte. „Naja, entweder enthauptest du sie oder rammst ihnen ein Pflock in ihr Herz, so fern sie eins haben“, kicherte Ellen und strich ihre blonden Haare vom Gesicht. Einvernehmlich nickte der Anwalt und wartete darauf, dass der Polizist wieder in das Wohnzimmer kam. „Also anscheinend sind drei Krankenhäuser noch nicht ausgeraubt“, ertönte es aus dem Flur, ehe Ethan wieder im Wohnzimmer auftauchte. „Wie wäre es, wenn wir uns in Gruppen aufteilen würden. Heute sind wir ja mal ausnahmsweise gut besetzt.“ Mason blickte zu Ellen und hoffte, dass er mit ihr auf die Vampirjagd gehen konnte, da er erstens ihre Fähigkeit unglaublich fand und zum zweiten Ellens Persönlichkeit interessant fand.

Dem Vorschlag stimmten die Anwesenden zu. Tyler und Ethan machten sich auf den Weg zum Brooklyn Hospital Center, Ellen und Mason würden zum New York Methodist Hospital‎ fahren und die Moiren würden im Coney Island Hospital auf die Vampire lauern.

Brooklyn Hospital Center

Mittlerweile war es kurz vor Mitternacht, als Ethan und Tyler im Krankenhaus ankamen. Vorsichtig schlichen sie den Gang hinunter und hofften, dass sie nicht auf Krankenhausangestellte kamen. „Woher weißt du, wo die Blutreserven gelagert werden?“ Lachend meinte Ethan, dass auch er seine Beziehungen hatte. Tyler blickte ihn stutzig an. „Aber mit Carmen läuft doch alles super, oder? Hast du nun den ersten Schritt getan?“ Nach dieser Frage fing Ethan an zu stottern. „Naja, ich weiß zwar, dass zwischen uns beiden etwas ist, aber ob es für eine Beziehung reicht weiß ich noch nicht. Ich muss erst herausfinden, ob ich die Freundschaft dafür aufs Spiel setzen möchte… Aber hey, das gehört grad voll nicht hier hin. Wir sollten uns lieber auf das wesentliche konzentrieren. Die Vampire!“ Tyler atmete tief durch und meinte letztendlich, dass er ja eigentlich recht hätte und lief dann weiter. „Halt!“, rief der Polizist und zog Tyler hinter eine Wand. „Siehst du die Frau? Irgendwie scheint sie nach etwas zu suchen.“ Vorsichtig blickte der Anwalt hinter der Wand hervor und folgte ihr mit seinen Augen. „Da haben wir ja das Zimmer voller Blutreserven“, flüsterte die braunhaarige Frau und wollte gerade in das Zimmer einbrechen, als ein helles Licht hinter ihr aufleuchtete und Dwight zum Vorschein kam.

Entsetzt riss Tyler seine Augen auf. „Was sucht der denn hier?“ Ethan zögerte etwas und meinte, dass der Anwalt abwarten sollte, ehe er eingriff. Grob packte Dwight die braunhaarige Frau am Arm und überwältigte sie von hinten. Ihr Gesicht gegen die Wand gedrückt, griff er nach ein Messer, welches er benutzte, um an ihrem Handgelenk eine tiefe Schnittwunde zu verpassen. Schreiend fing sie an zu kreischen und verwandelte sich in einem Vampir. „Was soll das? Wieso störst du mich bei meiner Arbeit?“ Dwight dachte gar nicht daran zu antworten und drehte die Person so um, dass ihr Rücken gegen die Tür knallte. „Mach mich zu deines gleichen.“ Ehe sie verstehen konnte, was dieser Mann mit seiner Aussage gemeint hatte, fügte er sich ebenfalls eine Schnittwunde hinzu, und packte ihr Handgelenk und legte es auf seine offene Wunde. Daraufhin wurde ihm total schwindelig und lies sie los. Torkelnd spürte er, wie sich in seinem inneren etwas veränderte. "Du kommst mit mir mit!", faselte er und orbte sich mit der Vampirin fort.

Verdammt… Sie sind verschwunden.“ Mit hochgezogener Augenbraue und weit offenstehenden Mund sah Tyler seinen besten Freund an. „Was hat dieser Typ mit dem Vampir gemacht? Ich habe gewusst, dass ich diesen Typen nicht trauen kann. Warum werde ich aus diesem Typen nicht schlau?“ Fragend blinzelte Ethan seine Augen: „Du kennst Dwight?“ „Wer bitte?!“ Erst nach der Reaktion von Tyler merkte Ethan, dass er womöglich zu viel gesagt hatte. Aber wieso sagte Dwight, dass er nicht wolle, dass seine Eltern von ihm wissen, aber der zukünftige Sohn bei Tyler kein Unbekannter war? „Was weißt du über diesen merkwürdigen Typen? Ethan verschweigst du mir vielleicht etwas?“ Was sollte Ethan darauf antworten? Die Wahrheit? Würde Tyler das überhaupt glauben wollen?

Coney Island Hospital

Die Moiren versteckten sich im Zimmer, worin die Blutreserven waren und warteten darauf, dass ein Vampir einbrach um diese zu entwenden. „Ich spüre etwas Übernatürliches in der Nähe, aber das ist kein Vampir.“ Kaum hatte sie es ausgesprochen wurde die Zimmertür eingeschlagen und eine große Kreatur mit braunem Fell gab ein angsteinflößendes Gebrüll von sich. „Ok, die Theorie das Vampire da sind, ist ja sowas von daneben“, flüsterte Klotho und schielte kurz hinter dem Tisch hervor um zu sehen was diese Kreatur vorhatte. „Das ist ein Wendigo. Ich habe gedacht, dass die längst ausgestorben sind und überhaupt, was sucht er hier im Krankenhaus?“ Unerwartet tauchte ein Mann auf, der die Gefahr nicht sehen konnte. „Was soll das hier?“, fragte der Mann und verwandelte sich zu einem Vampir, „Ich muss hier was erledigen, also stör mich nicht und spiele irgendwo anders!“ Wütend packte der Wendigo den Vampir und schleuderte diesen gegen den Tisch wo sich die Moiren dahinter versteckten. Als dieser die Göttinnen seinem Blick erhaschte, zeigte er seine spitzigen Zähne. „Hey du großes Ding von Wendigo, hier sind drei Frauen die du verspeisen könntest!“ Daraufhin trampelte diese Kreatur zum Vampir und stieß ihn vom Tisch. „Dich habe ich gesucht!“, brummelte er undgriff nach Lachesis. Schreiend wehrte sich Lachesis, doch es nützte nichts. Der Wndigo verschwnad mit ihr aus dem Fenster.

Während die anderen beiden etwas hilflos da saßen und nicht wussten, was sie machen sollten nutzte der Vampir die Gelegenheit um an den Schrank mit Blutreserven zu kommen. Atropos sammelte sich wieder und forderte Kltoho auf, nach Lachesis zu schauen. Sie selbst würde dem Vampir ein Strich durch die Rechnung machen wollen. „Hey Blutsauger. Lust auf frisches Blut?“ Die Göttin trat hinter dem Tisch hervor und wollte ihn ablenken, als vom Fenster eine Saigabel geschleudert kam und dem Vampir mitten in die Brust traf. Beide drehten sich verwundert zum Fenster und sahen eine Frau mit langen braunen Haaren und roten Klamotten.

Sharon Caulfield?“ Atropos blickte zum Vampir, der stöhnend zu Boden fiel. „Was ist das? Was hast du mir angetan?“, fragte er und sah die braunhaarige Fremde an. „Blut eines Toden, das wie Gift bei euch wirkt.“ Danach zog sie wieder ihre Waffe aus seiner Brust und schaute Atropos ernst an. „Dieser Vampir funkt uns zwar nicht mehr dazwischen, aber du sollest dir lieber Sorgen um Lachesis machen. Ich konnte zwar den Wendigo noch vor Klotho besiegen, aber es hat Lachesis verletzt.“ Mit einem gefürchteten Blick hielt sich Atropos die Hand vor dem Mund und schüttelte den Kopf. „Dann müssen wir so schnell wie es geht zu meinen Schwestern…

9.3. Wer ist Alucard?