14 | Der Gefallene Krieger

Was bisher geschah: Aus der Tür trat Sidney mit ungewöhnlichen Violett farbiges Funkeln in den Augen. Die Göttinnen erkannten sofort, wer im Körper der Sängerin steckte und beamten sich zu Tyler und Dwight, was sich im Nachhinein als fataler Fehler herausstellte. Denn durch ihren Einsatz der magischen Kräfte, konnte die Dämonenmutter im Körper von Sidney, die Anwesenheit weiterer Person, ja sogar Gottheiten, wimmern. „Sidney ist eine von den Ultimate Se7en! Persephone oder besser gesagt die Dämonenmutter!“

14.4. Die Erkenntnis (Teil 1)

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FSK: ab 16 Jahren
Erläuterungen:
Szenen in dieser Farbe, sind Erlebnisse in der Vergangenheit
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.: Brooklyn :.

Tyler musste einmal kräftig schlucken, bevor er hinter dem Müllcontainer hervor schielte. War die große Schlacht denn schon in naher Zukunft? Er zählte in Gedanken, wie viele von The Ultimate Se7en bereits wiedergeboren wurden – vier an der Zahl. Alucard, Lilith, Hades und Persephone. Von weitem sah er, wie Persephone direkt in seine Augen sah und sich danach mit einem frechen Grinsen auflöste. Kurz darauf tauchte sie hinter Hekate auf, „Vor euch hat man auch keine Ruhe. Ihr seid ja wie lästige Fliegen.“ Nach dieser Aussage streckte sie ihre Arme in die Richtung von Tyler und den Anderen und feuerte einen violett farbigen Energieball ab.

Lachesis und Dwight konnten noch Ausweichen, während Hekate am rechten Oberarm getroffen und Tyler am linken Oberschenken geschliffen wurde. Dwight setzte zum Gegenangriff an und ließ einige Windböen frei, die Persephone geschickt auswich, indem sie in die Luft sprang. In der Luft blickte sie kurz zu den Polizisten, die mutig ihre Waffen auf sie gerichtet hatten und ihr drohten abzudrücken, wenn sie sich nicht ergeben wollte. Doch darüber konnte die Dämonenmutter nur müde lachen und ließ erneut mehrere Energiebälle auf die Polizisten los.

Die Göttinnen konnten die zwei Polizisten retten, während Tyler in letzter Sekunde Trevor mit einem Windstoß von der Stelle wegfegte, ehe er von dem gefährlichen Angriff getroffen werden konnte. Mit schnellen Schritten eilte der Anwalt zum irritierten Polizisten. „Habe ich dich verletzt?“, fragte Tyler. „Verschwindet von hier. Ihr seid uns keine Hilfe!“ Mit hochgezogener Augenbraue schüttelte Trevor den Kopf. „Was um alles in der Welt wird gerade hier gespielt? Wie macht ihr das mit den Energiebällen und Windstößen?

Ich kann dir das jetzt nicht erklären! Geht endlich!“ Tyler hörte hinter seinem Rücken eine Stimme, die nach ihm rief. Als er sich umdrehte, erblickte er Carmen, die von einem unbekannten Mann festgehalten wurde. „Carmen!“ Tyler wollte zu ihr rennen, doch der Mann streckte seine Arme aus und drohte ihm, Carmen etwas anzutun, wenn er nicht sofort stehen bleiben würde.

Da er sie nicht noch mehr in Schwierigkeiten bringen wollte, tat er das, worum er gebeten wurde. „Ihr seid doch alle gleich!“, schimpfte der Anwalt wütend und ballte seine Hände zu Fausten. Trevor, der immer noch neben Tyler stand, konnte nur unglaubwürdig mit dem Kopf schütteln. Er blickte zu seinen Arbeitskollegen hinüber, die Unterstützung von zwei Frauen bekamen, die von einer merkwürdigen Hülle umgeben waren. Diese sorgten dafür, dass die Angriffe von der schwebenden Sidney davor abprallten und sie dadurch nicht schaden konnten. „Bringt die Polizisten fort von hier.“ Mit einem Satz sprang Dwight auf den Container und von dort aus in die Richtung der Dämonenmutter. Ihm war klar, dass seine Sprungkraft nicht ausreichen würde, aber vielleicht könnte er mit der Teleportation sie überraschen. Für zwei Sekunden hatte sich der zukünftige Sohn von Tyler aufgelöst und war wieder zu sehen, als er sich an Sidney dran geklammert hatte. Ringend wedelte sie um sich und versuchte Dwight abzuschütteln, aber er ließ nicht locker. Zum Boden durfte er nicht schauen, da er gemerkt hatte, dass er nicht ganz Schwindelfrei war. „Jetzt lass mich doch endlich los“, schrie Persephone und griff nach seinen Armgelenken.

Mit voller Kraft drückte sie seine Hand von ihrem Oberkörper und ließ ihn hinunter fallen. Zum Glück tauchte Klotho auf und verhinderte Dwights harten Aufprall auf dem Zementboden. Auch Atropos erschien fast zeitgleich hinter Hades auf und warf ein kleines Fläschchen auf ihn. Noch ehe der Dämonenherrscher reagieren konnte, sah er wie sich ein gelber Rauch um seinen Körper ausbreitete und seine Kräfte blockierte. Carmen nutzte ihre Chance und rannte zu Tyler und Trevor. Sie konnte in Trevors Augen sehen, dass er total außer sich war und nicht glauben konnte, dass er das gerade alles wirklich erlebte. „Wie geht es dir?“ fragte Tyler. Carmen presste kurz ihre Augen zusammen, „Mein Arm ist verletzt, ich vermute, dass er gebrochen ist.“ Daraufhin meinte Trevor, dass sie sofort ins Krankenhaus müssten. Da Tyler diesen Vorschlag nur zustimmen konnte, willigte Carmen ein. „Und ihr kommt mit den Dämonen zurecht?“, fragte Carmen und starrte in die Luft, da sie Sidney Fluchen gehört hatte. „Jetzt beeilt euch!

Persephone war wütend, da sie in der Unterzahl waren. Um dies schleunigst zu ändern schloss sie ihre Augen und murmelte etwas auf lateinisch vor sich hin. Der gelbe Rauch, der gerade noch Hades Kräfte in Zaun gehalten hatte, löste sich langsam auf. Seine Augen glühten vor Wut in einem gelben Schimmer, was bedeutete, dass er zum Gegenangriff ansetzen wollte.  Tyler, der sich für einen Moment lang die Frage stellte, wie er gegen die zwei mächtigsten Dämonen ankämpfen konnte, wurde auf einmal von Dwight auf den Boden gerissen. Während Tyler damit beschäftigt war, eine Antwort auf seine Frage zu bekommen, merkte er nicht, dass die Dämonenmutter Klothos Angriffen ausweichen konnte und direkt auf ihn zugeflogen kam. In letzter Sekunde konnte Dwight seinen Vater vor dem Energieball retten.

Dad hör auf zu Träumen! Pass lieber auf, dass du dich nicht noch mehr verletzt!“ Dwight zeigte auf seinen blutende Jeans, die durch den Streifschuss entstanden war. Nachdem Lachesis und Hekate die Polizisten Jeff und Tom in Sicherheit gebracht hatten, kehrten sie wieder zurück in die 650 Bergen Street, wo die Guten sich einen Kampf gegen die Dämonen lieferten. Die Göttinnen standen in einem Kreis, wo mitten drin die zwei Dämonen und Tyler und Dwight standen. „Kommt aus dem Kreis heraus“, forderte Hekate auf. Danach streckten die Göttinnen ihre Arme weit auseinander und stellten einen magischen Schutzschild her, die die Dämonen einschleusten. Als Hades und Persephone davon fliegen wollten, prallten sie an der Barriere ab.

Pater noster, qui es in caelis:
sanctificetur Nomen Tuum;

adveniat Regnum Tuum;
fiat voluntas Tua,

sicut in caelo et in terra.
Panem nostrum cotidianum da nobis hodie;

et dimitte nobis debita nostra,
Sicut et nos dimittimus debitoribus nostris;

et ne nos inducas in tentationem;
sed libera nos a Malo.

Quia tuum est regnum et potestas et Gloria
in saecula

Unter den Füßen der Dämonen bildeten sich schwarzgraue Nebelschwaden, die sich langsam an ihnen hinauf stiegen. Die Göttinnen waren zuversichtlich, dass sie mit dem Exorzismus erfolgreich waren, doch als der Nebel sie fast schon völlig verschlungen hatte, schlug ein Blitz direkt neben den Dämonen ein, der dafür gesorgt hatte, eine Flucht vor den Göttinnen zu ermöglichen. Hekate stampfte vor Wut auf den Boden und schimpfte vor sich hin. „Das gibt es doch nicht. Sie haben sich verdrückt!

***

Mitten auf der Fahrt fuhr Trevor rechts ran. Er schaltete den Motor aus und blickte zu Carmen, ganz verstört und auf eine Antwort wartend. „Willst du mir nicht erzählen, was sie dir angetan haben? Die Personen waren keine normale Menschen, dass waren Mutanten, nicht wahr?“  Carmen blieb anfangs verstummt, was ihn aber nicht zufrieden stellte. „Du weißt doch etwas. Der Anwalt, Tyler Carrendoor, steckt mit ihnen unter einer Decke nicht wahr, denn er hatte auch so Zaubertricks drauf!

Nein, Tyler gehört nicht zu ihnen. Können wir nicht einfach weiterfahren?“, entgegnete Carmen ihn und blickte verstohlen auf das Lenkrad um bloß nicht in die Augen von Trevor zu schauen. „Findest du nicht, dass ich ein Recht auf die Wahrheit habe? Schließlich habe ich alles mit eigenen Augen sehen können“ Trevor zeigte auf seine Schutzweste, die durch die Energiestrahlen völlig zerstört und unbrauchbar wurden. „Siehst du das? Wenn du mir nicht sagst, was da vor sich geht, könntest du eventuell die Menschheit gefährden.

Carmen gab sich geschlagen, denn sie musste einsehen, dass ihr Arbeitskollege ein Recht darauf hatte über die Dämonen Bescheid zu wissen - Schließlich wurde er ja selbst angegriffen. „Du musst die Sache aber für dich behalten. Kannst du mir das versprechen?“ Trevor nickte, wobei er nicht genau wusste, ob er das wirklich für sich behalten konnte. „Es gibt sie wirklich. Götter, wiedergeborene Krieger, bösartige Dämonen und Monster. Sie sind alle unter uns“, find Carmen zögerlich an. „Jede Person auf dem Fußgängerweg könnte ein Dämon sein, da sie sich geschickt tarnen können. Sie werden entweder in Menschenkörper wiedergeboren oder nehmen diese in Besitz. Tyler und die anderen sind auf der Guten Seite, weil sie gegen das Böse kämpfen.

Trevor hatte den fassungslosen Ausdruck im Gesicht, die Carmen nach der Offenbarung vermutet hatte. „Normalerweise würde ich dich ja jetzt fragen, ob du mich gerade auf dem Arm nehmen willst, aber jetzt...“ Ohne seinen Satz zu beenden, wandte er sich von Carmen ab und legte seine beiden Hände auf das Lenkrad. Er holte einmal tief Luft und startete danach seinen Wagen an. „Ich fahre dich jetzt ins Krankenhaus. Heute habe ich wohl genug über Dämonen und Götter gehört, was ich erst einmal verarbeiten muss.“ Für Carmen war es richtig unangenehm, weil wieder eine Person über die schreckliche Wahrheit der Dämonen bescheid wusste. Sein Leben würde sich ab dem heutigen Tag verändern und er würde die Welt mit ganz anderen Augen sehen – kritischer und vorsichtiger, denn schließlich könnte ja jede Person, die er begegnet ein Dämon sein.

Nach nur wenige Meter, hielt Trevor ein weiteres Mal an. „Schau mal nach rechts in den Müllcontainer.“ Hätte er sie nicht darauf aufmerksam gemacht, wäre ihr wahrscheinlich die reglosen Personen im Container nicht aufgefallen. Zum Glück hatte Trevor wachsame Augen, was er sicherlich durch seine langjährige Erfahrung als Polizist angeeignet hatte. Er konnte sich ja nach 14 Jahren, fast schon als alten und erfahrenen Hasen bezeichnen.  Trevor schaltete den Motor aus und stieg fast zeitgleich mit Carmen aus dem Wagen aus.

Mit zügigen Schritten liefen sie zum grauen Müllcontainer, der zwischen zwei Gebäuden in einer dunklen Gasse stand. Die Laterne am Straßenrand hatte lediglich den Müllcontainer ein wenig beleuchtet. „Da sind ja Jeff und Tom. Ich dachte schon, dass ich unsere Arbeitskollegen nicht mehr wiedersehen würde“, sagte Trevor erstaunt. „Ich habe dir doch gesagt, dass die Göttinnen niemanden verletzen, aber komisch ist es schon. Einen Müllcontainer als sicheren Platz vor den Dämonen zu wählen ist schon sehr merkwürdig“, äußerte sich Carmen mit einem leicht ironischen Unterton dazu. „Na wenigstens geht es ihnen gut, denn wenn Jeff so laut schnarchen kann, kann’s ihm ja nicht allzu schlecht gehen.

.: Los Angeles :.

Auf Zehspitzen lief Hope in das Wohnzimmer und schlich sich an Lee vorbei, um den Fernseher auszuschalten. Doch auf dem Regal, der über dem Fernseher war, stand eine seltene Uhr, die sie einmal gekauft hatte. Eine Ballerina, die sich auf einer drehbaren Glasplatte im Kreis drehte und in ihrer Hand eine runde Uhr hielt. Wie konnte das möglich sein? Woher hatte Lee die ganzen Sachen und Bilder? Mit einem mulmigen Gefühl wandte sich Hope von der Wohnzimmerwand ab und lief zum Balkon – Sie brauchte frische Luft, denn das alles war für sie viel zu suspekt gewesen. Draußen schloss sie ihre Augen und holte tief Luft. „Morgen muss mir Lee aber einiges erklären.“ Sie öffnete wieder ihre Augen und wollte wieder in die Wohnung hineingehen, ließ es aber sein, da sie auf dem Balkon etwas entdeckt hatte.

Sie lief auf den kleinen Tisch zu, worauf nur eine Bonsai Pflanze stand. Sie hatte nur noch wenige grüne Blätter an ihren Ästen hängen, auf den vertrockneten Erdboden lagen die braungrauen Blätter, die hinunterfielen, da sie wahrscheinlich seit Monaten oder sogar länger kein Wasser mehr bekommen hatte. Hope beugte sich zu ihr hin um sie noch genauer anzuschauen. Einen Bonsai hatte sie damals in ihrem Büro auf dem Fenstersims stehen und dieser sah genauso wie ihrer aus, nur dass sie ein bisschen heruntergekommener ausgesehen hatte. Sie drehte die Vase um und entdeckte unten ihre Initialen – HW.

Hope konnte sich nicht mehr zurückhalten und wollte nicht mehr auf den nächsten Morgen warten. Lee sollte ihr Erklären, wieso er so viele Dinge von ihr besaß. Stürmisch riss sie die Balkontür auf und ging zur Couch, worauf Lee gerade geschlafen hatte. „Lee wach auf, ich muss mit dir reden“, doch er reagierte nicht auf ihre Worte, so dass sie ihre Hand auf seine Schulter schüttelte ihn stark. Vielleicht könnte sie ihn so wach bekommen. Seine Schulter war seltsamerweise ganz kalt und als sie seine Wangen berührte und diese ebenfalls dieselben Temperaturen aufwiesen, wurde sie skeptisch. Gerade als sie seinen Puls abtasten wollte, hörte sie auf dem Flur etwas auf dem Parkettboden fallen. Erschrocken zuckte sie zusammen und zog ihre Hand von Lee weg. „Hallo, ist da jemand.“ Hope wurde misstrauisch und stand auf, weil sie nachschauen wollte, was zu Boden gefallen war.

Gerade als sie sich von der Couch entfernt hatte, fiel draußen wieder etwas auf den Boden. War auf dem Flur vielleicht ein Einbrecher, der sie überraschen würde und falls ihre Vermutung der Wahrheit entspräche, hätte sie überhaupt eine Möglichkeit gehabt, vor ihm zu flüchten? Doch als sie vorsichtig in den Flur hineinspähte, war niemand zu sehen. Dennoch verschwand ihr unwohles Gefühl nicht, da ein Bild von de Wand zu Boden gefallen war. Anfänglich dachte sie, dass eventuell ein Windzug das Bild von der Wand gerissen hatte, aber nach genauerer Überlegung, war diese Theorie war nicht realistisch. Ihre Zimmertür war zwar offen, doch sie hatte kein Fenster geöffnet und die anderen Zimmertüren waren alle verschlossen.

Das Bild worauf Landon und sie am Strand waren, lag mitten auf dem Flur und hatte einige Risse auf dem Glas. Sie hob den Bilderrahmen auf und erkannte, dass gerade das Glas vor dem Gesicht von Landon gerissen war. Der Riss begann von unten links, quer durch Hopes bauchfreien Körper, da sie damals am Strand nur ihren Bikini anhatte.

Was musst du hier noch erledigen?“ Lee war ohne dass sie das mitbekommen hatte, aufgewacht. Als sie sich umgedreht hatte, riss sie verwundert ihre Augen auf, denn nicht nur Lee’s Frage war mehr als mysteriös, sondern auch sein ganzes Auftreten. Er hatte auf einmal eine Uniform an, die völlig mit Dreck versehen war, in seinem Gesicht waren tiefe Schnittwunden, die leicht geblutet hatten und in seiner Hand hatte er eine Schrotflinte gehalten.

Wieso fragst du mich das und wie konntest du dich so schnell umziehen?“, fragte Hope während er langsam zu ihr gelaufen kam. Ihr fiel auf, dass sein Körper immer für Sekundenbruchteile leicht durchsichtig wurde, so dass sie an ihn durch sehen konnte. Sie hätte ruhig stehen bleiben können, aber ihr Bauchgefühl sagte ihr, dass sie lieber einige Schritte nach hinten gehen sollte. „Beantworte mir die Frage“, forderte Lee auf. „Wieso bist noch hier? Was hast du hier noch zu suchen?

Lee wirkte verunsichert, denn er jagte ihr nach und nach immer mehr Angst ein. Der Anblick war nicht mal das Schlimmste, sondern seine Stimme, die so ernst und versteinert klang. Hope drehte sich schnell um, rannte in ihr Zimmer und verschloss hinter sich die Tür. Sie lehnte ihren Rücken dagegen um hoffte, dass Lee die Tür nicht aufbrechen würde. „Lee du machst mir Angst! Hör bitte damit auf“, schrie Hope hinaus bewegte ihre Augen nervös hin und her.

Öffne deine Augen, Hope, sonst verlierst du dein Ziel vor Augen.“ Hope schüttelte den Kopf und fragte ihn, was er mit der Aussage gemeint hatte. „Kommt dir die Umgebung nicht vertraut vor? Überleg doch mal, fällt dir da nichts auf?“ Was sollte ihr den auffallen? Lee’s merkwürdiges Auftreten oder die Tatsache, dass in seiner Wohnung so viele Dinge von ihr waren? Nachdem sie seine Worte verinnerlicht und ihren Kopf noch mehr angestrengt hatte, kam ihr alles wieder in den Sinn.

Lee hatte Recht und ihr wurde auf einmal alles klarer. Das Gästezimmer war kein Gästezimmer, sondern das ehemalige Schlafzimmer von Landon und ihr. Ja, sie konnte sich wieder erinnern. Das weiße Futonbett mit dem beiden Nachttischen an den Seiten, das sie extra für den Einzug in die gemeinsame Wohnung gekauft hatte, war perfekt abgestimmt mit dem großen weißen Kleiderschrank, der rechts neben dem Bett stand. Sie wusste noch die genaue Aufteilung im Schrank. Sie hatten es nämlich so aufgeteilt, dass Hopes viele Kleider Platz hatte und neben dem Schrank war der Schreibtisch mit weißen Holzfüßen und der Glasplatte worauf ihr Latop immer gestanden hatte.

Hope, bist du noch da?“, fragte Lee vor der Tür. „Ich wollte eigentlich, dass du von selbst drauf kommst, aber du hattest so viele andere Dinge im Kopf.“ Nachdem Hope die Tür entriegelt hatte, öffnete sie die Tür und schaute direkt in die Augen von Lee. Er sah sie nicht mehr mit den eiskalten Blicken an, sondern sah zufriedener aus, obwohl er dennoch besorgt um sie war...

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