Rückblick: Nachdem Tyler den verrückten Traum mit seiner Bestimmung hatte, ging er zur Arbeit um ihn abzulenken, doch auf der Arbeit erfuhr er, dass sein Mandant tot ist. Um mehr über Rachel herauszufinden, ging er zum Vater..
1.4. Letzter Wunsch
Heutige Zeit: Rachels KinderzimmerDann fragte der Anwalt den Vater vorsichtig, ob seine Tochter eine imaginäre Freundin Namens Claire hatte. Verwundert schaute der Pfarrer ihn an, nickte aber dann, "In der Tat. Rachel spielte immer mit einer Claire. Anscheinend war sie die jenige, die meine kleine Tochter das Schimpfen und das Fluchen beigebracht hätte. Ich habe ihr das nie geglaubt und dachte, dass sie verrückt geworden ist".
Tyler stand auf und fing an zu erzählen, "Ich hoffe dass sie mich jetzt nicht für verrückt halten, aber Claire gab es tatsächlich. Als ich bewusstlos war, konnte ich in Rachels Vergangenheit und sah Claire und ihre Tochter. Es fing alles im Krankenhaus an. Claire war auch die jenige, die ihre Tochter zum Selbstmord verführte".
Der Pfarrer stand auf und meinte, dass Tyler verrückt wäre, und fing betete zu Gott, der den Anwalt helfen sollte, „Lieber Gott, bitte helfen sie den armen Mann, wieder geistig normal zu werden…“ Tyler schüttelte den Kopf und meinte, dass er die Wahrheit spreche.
Plötzlich blieb Tyler starr vor Schreck. Der Pfarrer
stoppte sein Gebet und fragte was mit ihm los sei. "Bitte
sagen sie, dass ich noch bewusstlos bin und mir das nur einbilde...".
Mister Kingston schüttelte den Kopf und meinte, dass Tyler hell wach sei. Der
Anwalt stotterte, "Hinter ihnen steht Rachel.
Oh mein Gott ich bin wirklich verrückt geworden. Jetzt sehe ich schon Geister,
wenn ich wach bin".
Das
kleine Mädchen lief zu Tyler. Er hatte Angst und schritt langsam zurück. „Willst
du mir was vorlesen? Mein Dad kann mich
nicht sehen und ich will doch nur
wieder einschlafen. Normalerweise liest mein Dad mir immer was vor, bevor ich
schlafen gehe“, sprach sie und zeigte auf ihr
Kissen. Nun wurde
dem Anwalt bewusst, dass das kleine Mädchen nichts Böses wollte und kniete
sich zu ihr, „Ist unter dem
Bettkissen ein Buch?“. Sie nickte und einte,
dass Dornröschen unter dem Bettkissen sei.
Tyler holte ein Buch hervor. Der Pfarrer stoppte sein Gebet, „Mit
wem reden sie und woher wussten sie, dass ein Buch unter dem Bettkissen lag?
Ist es denn wirklich möglich, dass meine Tochter anwesend ist?“,
fragte der Mister Kingston und ging zu Kingston.
Tyler nickte, „Sie
will das ich ihr die Geschichte von Dornröschen vorlese, aber ich glaube, dass
können sie besser, da sie ja das immer für Rachel getan haben“.
Der Pfarrer glaubte den Anwalt allmählich und nahm das Buch zur Hand und
setzte sich auf das Bett. Rachel setzte sich neben ihn, als er anfing zu
lesen. Sie lehnte sich mit dem Kopf auf seine Schulter.
Für einen kurzen Moment konnte der Pfarrer die Anwesenheit seiner Tochter
spüren. Er war einerseits Glücklich, dass sie da ist, aber er wünschte sich
andererseits seine Tochter sehen zu können. Tyler legte die kaputte Kette
unter dem Kopfkissen und sah, wie Rachel sich langsam in Luft auflöste,
während sie einschlief.
Der Anwalt stupste vorsichtig den Pfarrer an und meinte
leise, dass seine Tochter nicht mehr da wäre. Der Pfarrer schlug langsam das Buch zu und legte es ebenfalls unter das
Bettkissen. Er entdeckte die Kette, „Diese
Kette habe ich überall gesucht. Wo war sie?“,
fragte der Pfarrer. Tyler meinte, dass er die Kette in der Wohnung von Sarah
Owen gefunden hatte.
Der Pfarrer äußerte sich kurz zu Sarah, „Sarah
war zwar ein gutes Mädchen, war aber immer mal wieder ein Langfinger. Die
Kette hatte sie damals mit unserem Geld
gekauft. Rachel liebte die Kette“. Tyler wollte
von dem Pfarrer wissen, ob er über Geister
bescheid weiß und warum Tyler sie sehen konnte. Daraufhin meinte Mister
Kingston, dass er in seinen alten Büchern nachschauen müsste.
Im Wohnzimmer
Beide verließen das Kinderzimmer und gingen in das Wohnzimmer. Der Pfarrer
suchte nach einem bestimmten Buch und blätterte darin als er es gefunden
hatte, „Hier steht, dass es Geister gibt, die
noch was auf der Welt suchen. Meistens ist es ein Gegenstand oder ein letzter
Wunsch. In Rachels Fall wäre es wohl beides. Wenn die Geister das bekommen
haben, was sie wollen, verschwinden sie.
Aber auf die Frage, weshalb Sie,
Mister Carrendoor gerade die Geister sehen können, kann ich keine Antwort
geben. Ich denke, dass müssen sie selbst herausfinden“.
Tyler fragte weiter, „Können diese Geister
auch jemanden umbringen?“. Der Pfarrer
blätterte weiter und meinte, dass sie nicht selbst jemanden töten können,
sondern nur über einen Menschen Besitz ergreifen können, die schon jemand
getötet haben, also die schon über Leben und Tod eines Anderen entschieden
haben. Aber sie töten eigentlich nicht ohne Grund.
Der
Anwalt verstand die Aussage zwar, konnte aber nicht glauben, dass Sarah nur
wegen dem Diebstahl sterben musste. Dennoch wusste er nun, dass sein Mandant
nicht die Unschuld in Person war, denn sonst hätte er Rachel nie seinen Körper
steuern können.
Der Pfarrer mischte sich ein und meinte, dass Rachel gut von ihrer Mutter und
ihm erzogen wurde. Er brachte ihr bei, dass jeder seine gerechte Strafe
bekommt, wenn er was böses getan hatte. Geister machen da
keinen Unterschied, sie sehen nur die Fakten und nicht die Feinheiten. Da
Sarah was gestohlen hat, empfand das Rachel wohl als Schandtat und beendete
somit ihr
Leben.
Tyler merkte auf einmal, dass er in Mister
Kingston eine Person fand, die er über solche Dinge reden könnte. Er war erleichtert,
dass er endlich eine Person hatte, die ihm glaubte und er ihn alles Fragen
konnte.
Trotzdem fiel es ihm schwer, an irgendwelche Bestimmungen zu glauben und über
Übernatürliches zu Denken. Das alles wäre zu unreal und zu verrückt. Der
Pfarrer sah in Tylers Augen die Angst und die Sorgen, er klopfte ihn auf die
Schulter und meinte, dass mit der Zeit die offen stehenden Fragen beantwortet
werden. Außerdem fügte er hinzu, dass Tyler ihm sehr viel weiter geholfen hat,
„Mister Carrendoor ich danke ihnen, dass sie
mir die Wahrheit über Rachel erzählt haben und ich für einen kurzen Moment
Kontakt mit meiner Tochter hatte. Ich denke, dass sie auf einer Art Vermittler
zwischen Toten und Lebenden sind. Das ist ein Geschenk Gottes".
Tyler nickte nachdenklich und verabschiedete sich langsam vom Mister Kingston.
Bevor er das Haus verlief meinte der Pfarrer noch, dass Tyler jederzeit
Willkommen ist, wenn ihm was bedrückt. Ein leichtes Grinsen zog durch sein
Gesicht, obwohl seine Augen sehr nachdenklich wirkten.
Im Krankenhaus (Avas Arbeitsstelle)
Um die ganze Sache für einen Moment zu vergessen beschloss Tyler Ava von der
Arbeit abzuholen. Er wollte mit ihr fein Essen gehen. Im Warteraum setzte er
sich hin und wartete auf Ava. Als er die Zeitung aufschlug fand er den Bericht
über seinen Mandanten, - Ich konnte ihnen leider nicht helfen, und habe somit
meinen Fall verloren…
Die Aufzugstür ging auf und Ava stieg aus. Hinter ihr standen plötzlich drei
Frauen, die so aussahen wie die Moiren, nur nicht in solche altertümliche
Gewänder. Die in der Mitte zwinkerte ihm zu.
Tyler
riss seine Augen auf und glaubte nicht was er sah. „Hey
Tyler, ist ja schön, dass du mich abholst, aber wieso schaust du so, als
hättest du einen Geist gesehen? Ich weiß ja, dass ich nach der Arbeit nicht
top gestylt aussehe, aber deswegen so ein Gesicht zuziehen ist echt mies“,
rief Ava verärgert.
Als die Aufzugstür zu ging und Ava vor ihm stand, konnte Tyler erst seiner
Freundin seine Aufmerksamkeit schenken, „Nein
du siehst klasse aus. Komm wir gehen heute mal zur Abwechslung in einem
Restaurant essen, du darfst entscheiden wohin wir gehen“,
sprach Tyler und gab ihr einen Kuss.
Ava blickte misstrauisch zu ihrem Freund und vermutete, dass ihm die
Kochkünste seiner Freundin nicht mehr schmeckten und ließ es auch raus. Tyler
stritt alles ab und zog sie aus dem Krankenhaus, da die Arbeitskollegen
anfingen zu kichern, als sie das Gespräch zwischen den beiden mitbekamen.
Beleidigt setzte sich Ava ins Auto.
„Ach mach nicht
eine auf beleidigt. Dein Essen ist wunderbar. Ich wollte dir doch nur eine
Freude machen und dich ein bisschen entlasten. Ich konnte ja nicht ahnen, dass
du das gleich falsch verstehst“, äußerte sich
Tyler und startete den Wagen. Ava grinste ihn an, „360“.
Tyler verdrehte seine Augen und dachte sich, dass es ein teurer Spaß im
Restaurant 360 sein wird. „Alles klar, Sweety, aber kein Nachtisch!“. Ava
schaute ihn böse an und sah das miese grinsen von Tyler…
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Ende der 1. Episode
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